And my soul from out that shadow that lies floating on the floor/ Shall be lifted - nevermore! E. A. Poe
 



And my soul from out that shadow that lies floating on the floor/ Shall be lifted - nevermore! E. A. Poe
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Der Spatz


    Ziehe fort von hier, mein Spatz,

    Sieh, die Tür schließ ich dir auf,
    Fliege los, schwing dich hinauf,
    Zur Freiheit hin, dem größten Schatz.

    Folg ihm nur, dem Ruf der Ferne,
    Über Seen, Täler, Bäume,
    Bring mir viele neue Träume
    Nachts dann träume ich sie gerne.

    Doch kehr bald heim, und zwitscher mir
    Tausend neue Melodien
    Aus dem Land der Phantasien,
    Doch komm zurück, ich warte hier.

    Flieg dem Abendrot entgegen,
    Wo die Nacht den Tag verschlingt,
    Das frohe Lied des Lebens klingt,
    Dort schwing die Flügel wie zwei Degen.

    Du flogst im Abendrot verwegen,
    Wo die Nacht den Tag verschlang,
    Des Lebens leises Lied verklang,
    Glück hat dort noch nie gelegen.

    Du kehrtest heim, doch dein Gesang
    War Gezwitscher niemals mehr,
    Sondern bittersüß und schwer,
    Und voller Trauer war sein Klang.

    Du kehrtest heim, doch mehr im Fall,
    Dein linker Flügel war gebrochen.
    Wer hat dein Spatzenherz erstochen?
    Du kamst zurück als Nachtigall.  

3.2.15 15:55


Weit weg

Kommt, ich erzähle, lauscht dem Wort,

Euch von einem fernen Ort:

 

Denn weit, weit weg, da liegt ein Ort,
Ihn zu beschreiben reicht kein Wort,
Und für die Worte kein Papier,
Er existiert - wenn auch nicht hier.

Ja, weit, weit weg, da liegt ein Ort,
-Ihn zu beschreiben reicht kein Wort-
Mit Gras aus Gold und Silberschnee,
Auf Wiesen aus Vier-Blätter-Klee.
Und alle Sorgen sind aus Sand,
Er liegt nur nicht in diesem Land.

Weit, weit weg, da liegt ein Ort,
Ihn zu beschreiben reicht kein Wort,
Weil dort die Herzen offen stehen,
Gedanken neue Wege gehen,
Und der Sonne warme Strahlen
Lächeln auf Gesichter malen.
Es gibt den Ort, doch ihn zu sehen
Musst du ein ganzes Leben gehen.

Weit, weit weg, da liegt ein Ort,
Es zu beweisen reicht kein Wort,
Denn dort hat jeder längst kapiert,
Wie die Liebe funktioniert,
Jeder gibt und jeder nimmt,
Vom Topf mit Glück und alles stimmt.
Es gibt den Ort, von dem ich rede,
An ihm erlischt jedwede Fehde,
Die Sprache dort heißt Kompliment,
- Doch nicht auf diesem Kontinent.

Weit, weit weg, da liegt ein Ort,
Ihn zu benennen reicht ein Wort,
Es ist des Frieden Urlaubsstrand,
Die Freiheit selbst wohnt in dem Land.
Der große wie der kleine Traum
Vom Häusschen und vom Apfelbaum,
Erfüllen da sich selbst und jeden,
Der das Glück hat, dort zu leben.
Ich glaube dran, nennt mich verrückt:
Es gibt den Ort, wo man das Glück
Zusammenbraut in einem Topf,
-Vielleicht auch nur in meinem Kopf.


Weit, weit weg, da liegt ein Ort-
Lass mich dir zeigen durch mein Wort
Wo Märchen leben, Fantasien
Begleitet von den Melodien,
Die tags die Vögel fröhlich pfeifen,
Hand in Hand nach Sternen greifen.
Nachts dann singen Nachtigallen
Ein leises Lied der Trauer allen
Seelen, die noch nicht dort sind,
Erschaudernd lauscht der Sommerwind.
Es gibt den Ort, und Frühlingsduft
Wird dir weisen durch die Luft
Den Weg im weiten Himmelszelt,
-Vielleicht in eine ferne Welt.

10.2.15 16:56


Sehnsucht

Du bist da, wenn die Nacht mit schwarzen Fingern um sich greift,

Du siehst mich an, wenn Schatten die Sonne über den Hügel tragen,

Du hältst meinen Kopf, deine Hand ist mein Kissen,

Langsam ziehst du ihn hoch zu dir,

Langsam drückst du deine Lippen auf meine Stirn,

Und langsam presst du sie auf meine Kehle,

Hungrig saugst du mich aus,

Der Geschmack deiner Lippen

bringt mich um

Herz und Verstand,

Oh, altbekannter Traum,

Melodie der Melancholie.

23.3.15 22:46


Seelenschwestern

Ich hab schon viele gefunden, die denken wie ich,

Und ein paar auch, deren Herz so fühlt wie das meine,

Doch eines hab ich, hab ich noch nicht:

Eine Seele, meiner so gleich, so gleich, wie die deine.


 

1.4.15 12:59


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